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Historisches


 

Entstehung der Kolpingsfamilie Weisenbach

 Handwerker-Verein Weisenbach (26. Mai 1910)Handwerker-Verein Weisenbach (26. Mai 1910)

Elf junge Gesellen und Kaufleute fanden sich im Spätjahr 1923 zusammen um die Gründung des Katholischen Gesellenvereins vorzubereiten.

In Anwesenheit des hiesigen Ortspfarrers H. H. Pfarrer Götz, des H. H. Pfarrers Bischoff von Langenbrand, sowie des Bürgermeisters Kohler und sämtlicher Weisenbacher Handwerksmeister wurde am 24.02.1924 die Gründungsversammlung abgehalten. Erster Präses wurde Pfarrkurat Bischoff von Langenbrand. Zum Senior wurde der junge Zimmermeister Julius Großmann gewählt. Somit war der Grundstein zum Aufbau des Gesellenvereins Weisenbach und zum großen Kolpingwerk gelegt. Als erste Großveranstaltung trat man am 2. und 3. Juli 1927 mit der Fahnenweihe an die Öffentlichkeit. Pfarrer Götz wurde zum Ehrenpräses ernannt.

 

Im Jahre 1928 zählte man bereits 34 Mitglieder und 15 Ehrenmitglieder. 1930 wurde durch Generalversammlungsbeschluss des Zentralrates in Köln der bisherige Name „Katholischer Gesellenverein“ in „Kolpingsfamilie“ abgeändert. Der Gruß lautete nun „Treu Kolping“ und nicht mehr „Gott segne das ehrbare Handwerk“. Diese Generalversammlung war auch die Geburtstunde der Gruppe Altkolping, Kolping und Jungkolping sowie des Kolpingbanners. Ein Teil des kulturellen Vereinslebens waren die öffentlichen Weihnachtsfeiern, Teilnahme an Großveranstaltungen sowie Theateraufführungen ( u.a. Andreas Hofer, Ben Hur....).  Während des Nationalsozialismus und dem 2. Weltkrieg kam das Vereinsleben des katholischen Gesellenvereins 12 Jahre lang fast zum Erliegen. Franz Holzapfel (Mitbegründer und Schlossermeister) war es, der die Kolpingsfamilie wieder aus der Talsohle führte. Die erste Nachkriegsversammlung konnte die Kolpingsfamilie am 1. Juni 1947 im Vereinslokal zum Hirsch abhalten. Pfarrer Robert Blum übernahm das Präsesamt. Das große Heimattheaterstück von Hans Jakob „Der Vogt auf Mühlstein“ wurde 1948 13 mal aufgeführt.  m 7. August 1949 konnte die Kolpingsfamilie auf ihre 25-jährige Vereinstätigkeit zurückblicken.

 

Vom 28.8. bis 5.9.1954 wurde eine Weisenbacher Festwoche „Handwerk und Heimat“ zum Gedenken an Johann Belzer und Eugen Ludwig Holtzmann durchgeführt. „Die Treue zur Heimat festigen“ unter diesem Motto beging am 11. 09.1960 die Kolpingsfamilie ihren ersten öffentlichen Heimattag. Vom 04.-07.07.1964 feierte man das 40-jährige Bestehen mit Festbankett-Festgottesdienst-Festumzug und Festausklang. Eine Sternwanderung und Sternfahrt der Bezirkskolpingsfamilien wurde am 11.09.1966 auf dem Hohberg (dem Standort des „zukünftigen“ Kolpingshauses) durchgeführt.

 

Am 28.03.1968 gab Altsenior Franz Holzapfel bekannt, das das Lehrlingsheim vom Daimler Benz Gaggenau für die Kolpingsfamilie Weisenbach zum Abbruch freigegeben wurde. Soll heißen, die Kolpingsfamilie bekam das Haus von Mercedes Benz „geschenkt“. Daraufhin hat die Kolpingsfamilie das Haus Stein für Stein am alten Standort in Lautenbach von Hand abgetragen. Eine heute schier unverstellbare, ehrenamtliche Meisterleistung vieler fleißiger Helfer.

Die Vorstandschaft der Kolpingsfamilie Weisenbach im Jahre 1986 - v.l.n.r.:Wolfgang Überle (Geschäftsführer Kolpinghaus), Richard Neichel (Beisitzer), Josef Miles (Hauskassier), Michael Hürst (Beisitzer), Gerhard Strobel (Vorstand), Peter Livi (Beisitzer), Gottfried Lang (Beisitzer), Wolfgang Sailer (2. Vorstand), Elisabeth Mast (Einkäuferin), Alex Klaiber (Beisitzer), Heinz-Dieter Krieg (Kassier)
Konrad Strobel - EhrenvorstandDie Vorstandschaft der Kolpingsfamilie Weisenbach im Jahre 1986 - v.l.n.r.:Wolfgang Überle (Geschäftsführer Kolpinghaus), Richard Neichel (Beisitzer), Josef Miles (Hauskassier), Michael Hürst (Beisitzer), Gerhard Strobel (Vorstand), Peter Livi (Beisitzer), Gottfried Lang (Beisitzer), Wolfgang Sailer (2. Vorstand), Elisabeth Mast (Einkäuferin), Alex Klaiber (Beisitzer), Heinz-Dieter Krieg (Kassier) Konrad Strobel - Ehrenvorstand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Entstehung des Bildungs- und Ferienheimes

 

Es war schon früh der Wunsch der Kolpingsfamilie ein eigenes Vereinsheim zu haben. Man hatte folgende Vorstellungen: ein Vereinshaus, das sich einmal für Versammlungen und als Bildungsstätte eignet, zugleich aber auch eine Stätte für Tagungen, Besprechungen, Schulungs-und Bildungsaufenthalte. Das Haus sollte Kinder und Jugendgruppen Platz bieten. Schon 1960 wurde über den Bau eines Hauses diskutiert (Abbruchhaus in Ottenau). Erster Standort war der obere Wingert (Probegrabungen ergaben eine schlechte Wasserversorgung). Im Jahr 1965 wurde ein Grundstück im oberen Hohberg erworben (heute noch als „Hohbergwiese“ der Kolpingsfamilie bekannt). Hier gab es jedoch ebenfalls viele Schwierigkeiten und Einsprüche. So entschied man sich dann am 08.01.1967 letztlich einstimmig für die Grüb.

 

Im Herbst 1968 begannen die Ausgrabungsarbeiten, das Lehrlingsheim von Daimler Benz Gaggenau wurde der Kolpingsfamilie zum Abbruch „geschenkt“. Am 20.04.1969 war die Grundsteinlegung des Bildungs-und Ferienheimes auf der Grüb. Der feierliche Akt musste infolge schlechter Witterung in der Festhalle stattfinden und nicht wie vorgesehen auf dem Baugelände. Urneninhalt: Vereinschronik, Münzen der z.Z. gültigen Währung (8,68 DM), beide Tageszeitungen, ein Vereinsbild, bes. Spender (Gelände), Firma DB, ein Schriftstück über 4000 freiwillig geleistete Arbeitsstunden und eine Urkunde,

 

Am 03.05.1969 wurde die Verlegung des Stromkabels abgeschlossen und im Oktober das Fachwerk aufgeschlagen. Die e.V. Gründung erfolgte dann am 26.09. 1969 und wurde im Amtsgericht Gernsbach eingetragen. Am 09.05.1970 fand das Richtfest statt. Am 05.12.1971 konnte die erste Generalversammlung auf der Grüb abgehalten werden. Im September 1974 wurde, verbunden mit der Hauseinweihung des Bildungs-und Ferienheimes, das 50jährige Jubiläum der Kolpingsfamilie Weisenbach gefeiert.

Einweihung Kolpinghaus 1974 - v.l.n.r.: Josef Krieg, Michael Klumpp, Wendelin Krieg, Daniel Krieg, Robert BleierEinweihung Kolpinghaus 1974 - v.l.n.r.: Josef Krieg, Michael Klumpp, Wendelin Krieg, Daniel Krieg, Robert Bleier

 Einweihung Kolpinghaus 1974Einweihung Kolpinghaus 1974

 

         

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Foto entstand bei der Einweihung des Kolpinghauses 1974, gleichzeit auch 50-jähriges Jubiläum vor dem Eingang zum Kolpinghaus sind zu sehen - v.l.n.r.: Reinhold Kästel, Bezirkspräses Emil Kraft ("Don Emilio"), Elisabeth Großmann (Gemahlin von Dr. Großmann), 
Pfarrer Robert Blum, Diözesanpräses Kroner aus Freiburg
Das Foto entstand bei der Einweihung des Kolpinghauses 1974, gleichzeit auch 50-jähriges Jubiläum vor dem Eingang zum Kolpinghaus sind zu sehen - v.l.n.r.: Reinhold Kästel, Bezirkspräses Emil Kraft ("Don Emilio"), Elisabeth Großmann (Gemahlin von Dr. Großmann), Pfarrer Robert Blum, Diözesanpräses Kroner aus Freiburg